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Corona STIKO

Der Genesenenstatus wird verkürzt

Der Genesenenstatus wird verkürzt
Bereits am 15. Januar 2022 verkürzte das Robert Koch-Institut (RKI) den Zeitraum der Genesenendauer. Personen, die nachweislich mit Covid-19 infiziert waren, gelten seit der Änderung nur noch 90 Tage, also zirka drei Monate lang, als genesen. Davor galt man 180 Tage lang als genesen.

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Genesenenstatus – was sich ändert
Wer sich mit dem Coronavirus infizierte, galt bisher maximal sechs Monate lang als genesen. Die Regelung bezog sich auf die dominierende Delta-Variante, so ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. Da nun die Omikron-Variante vorherrsche, wurde die Richtlinie zum Genesenenstatus durch das Robert Koch-Institut geändert. Nach einer Corona-Infektion gilt man nun noch für drei Monate als genesen. Die neue Regelung ist seit dem 15. Januar 2022 in Kraft und in der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung festgehalten.

Die fachlichen Vorgaben für den Genesenennachweis gibt das RKI vor. Der Nachweis einer Infektion muss “durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) stattgefunden haben. Außerdem muss das Datum der Abnahme des positiven Tests mindestens 28 Tage und höchstens 90 Tage zurückliegen. Das hat auch Auswirkungen auf bereits bestehende Genesenennachweise. Auch diese seien laut Bundesgesundheitsministerium nur noch maximal drei Monate lang gültig.

Bisher waren für den Nachweis entweder zwei PCR-Tests notwendig – der positive Test, der eine Infektion mit Corona nachweist, danach der negative Test zum Freitesten – oder aber die Anordnungen des Gesundheitsamts zur Quarantäne und Entisolierung. Die Nachweise können in Arztpraxen und Apotheken abgeholt werden. Seit Januar 2022 ist die Freitestung auch mit zertifizierten Antigen-Schnelltests möglich.

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Warum wurde der Genesenenstatus verkürzt?
Begründet wird dies durch das RKI mit der “bisherigen wissenschaftlichen Evidenz”, nach der Ungeimpfte nach einer Corona-Infektion im Vergleich zur Delta-Variante weniger und kürzeren Schutz vor einer weiteren Infektion mit dem Omikron-Virus hätten. Das Risiko, nochmals zu erkranken oder das Virus zu übertragen sei also sehr viel größer. Auch heißt es im Bericht, dass sich die Vorgaben je nach wissenschaftlichem Stand, der regelmäßig überprüft wird, ändern können.

Welche Folgen hat die Änderung?
2G-Regelung
Im Alltag gilt vielerorts die 2G-Regelung. Zutritt zu Restaurants, Fitnessstudios oder Kulturveranstaltungen bekommen meistens nur noch geimpfte oder genesene Personen. Die Zeitspanne für den Zugang vieler öffentlicher Räume nach einer Corona-Infektion wird also spürbar verkürzt. Die Länder können selbst entscheiden, wie sie die Zugangsregeln künftig handhaben. Die Gesundheitsminister:innen der Länder stellten deshalb die Anfrage an das Bundesgesundheitsministerium, Übergangsregelungen für Betroffene zu konzipieren. Personen, die bereits Reisen oder Veranstaltungen gebucht hätten, bräuchten solche Regeln für den Übergang.

Applikationen
Auch ist noch nicht klar, wie die Genesenenzertifikate demnächst in den Apps wie der Corona-Warn-App oder dem Cov-Pass technisch abgeändert werden. Aktuell werde dort noch ein Gültigkeitszeitraum von sechs Monaten angezeigt.

Laut RKI könne die Cov-Pass-App nicht erkennen, “ob es sich um die zweite Impfung der Grundimmunisierung oder um eine Auffrischungsimpfung handelt und zeigt deshalb eine zweiwöchige Wartezeit an.” Auf Nachfrage der Pharmazeutischen Zeitung soll ein Sprecher des RKI geantwortet haben: “Das Thema ist in der Tat beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in Arbeit, an einer Lösung wird mit Hochdruck gearbeitet”.

Quarantäne- und Einreisevorschriften
Auch auf die Quarantäneregelung hat die Verkürzung des Genesenenstatus Auswirkungen. Geimpfte und Genesene Personen müssen nicht in die zehntägige Quarantäne, wenn sie in Kontakt mit Infizierten waren. Mit der neuen Regelung ist dieser Zeitraum für Genesene verkürzt.

Bei der Einreise aus einem Hochrisikogebiet gilt auch hier der verkürzte Genesenennachweis. Wenn die Genesung in diesem Fall länger als drei Monate zurückliegt und keine Impfung stattfand, gilt man als ungeimpft. Es folgt eine Quarantäne. Dabei sind auch die Bestimmungen der jeweiligen Reiseländer zu beachten.

Impfempfehlung
Wer sich mit dem Corona-Virus infiziert hat, bevor eine Impfung stattfand und dies mit einem positiven PCR-Test nachweisen kann, gilt zwischen 28 und 90 Tagen nach der Probenentnahme als genesen.

Am 13. Januar 2022 verkündete das RKI den Beschluss der Ständigen Impfkommission (STIKO), dass “Personen, die eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, […] bis auf weiteres eine einmalige COVID-19-Impstoffdosis im Abstand von mindestens 3 Monaten zur Infektion erhalten [sollen].”

Die Genesenenimpfung sollte im besten Fall zwei Wochen vor dem Ablauf des Genesenenstatus stattfinden. So wäre die Impfung ab dem Zeitpunkt gültig, an dem der Status der Genesung abläuft und es wäre eine Grundimmunisierung gegeben. Wird nicht geimpft, fallen die Betroffenen wieder in den Status einer ungeimpften Person zurück und hätten keinen Zugang zu Orten mit einer 2G-Regelung. Personen, die genesen und einmal geimpft sind, haben die gleichen Rechte wie Personen, die doppelt geimpft sind. Genesene, die zwei Impfungen bekommen haben, sind mit geboosterten Personen gleichzusetzen.

Kritische Stimmen zur Verkürzung des Genesenennachweises
Der “Welt” erklärte der Virologe Hendrik Streeck, dass es die Aufgabe des Robert Koch-Instituts sei, den Zeitraum der Gültigkeit des Genesenenstatus zu bestimmen, jedoch müsse man “wirklich aufpassen, dass die Entscheidungen auf fundiertem Wissen basieren und nicht willkürlich getroffen werden.” Streeck ist Mitglied im Corona-Expertenrat der Bundesregierung. Er verwies auf die Schweiz, die den Genesenenstatus erst kürzlich “aus guten Gründen” verlängerte. Aus seiner “wissenschaftlichen Erkenntnis” sei die Verkürzung des Genesenenstatus in Deutschland nicht zu erklären. Genesene hätten überwiegend eine viel breitere Immunantwort, so der Virologe.
Politiker wie der Bundestagsabgeordnete Matthias Fischbach (FDP) oder Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) kritisieren die Kommunikation und Intransparenz der neuen Regelung. So twitterte Fischbach kürzlich: “Die drastische Verkürzung des Genesenenstatus durch das RKI finde ich befremdlich. Nicht nur, weil überzeugende wiss. Begründung fehlt, der Entscheidungsprozess wirkt insgesamt intransparent. Ich möchte wissen, wer dafür die Verantwortung trägt!”

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